Burgbergkapelle

Kapelle um 1900
Kapelle um 1900
Katholische Kirche Bieber - Pfarrei Mariae Geburt

Pfarrkirche Mariae Geburt

Die Pfarrkirche Mariä Geburt wurde im Jahr 1852 errichtet. Deshalb, da die Burgbergkapelle viel zu klein für die Katholische Kirchengemeinde wurde. Der damalige Pfarrer namens Schüßler schrieb in einem Brief an den Bischof: „Die der katholischen Gemeinde im Amte Bieber zustehende Kirche ist eine uralte Kapelle, an welche notdürftiger Weise in der Vorzeit noch ein kleines Kirchenschiff angebaut wurde. Sie befindet sich dermalen in sehr baufälligem Zustande, und ist für die jetzt sehr stark angewachsene Gemeinde viel zu beschränkt. Auf einer, bei schlechter Witterung und im Winter beinahe unzugänglichen Stelle des Burgbergs erbaut, erlaubt sie nur kräftigen Personen ihren regelmäßigen Gottesdienst in diesen Räumen zu verrichten.“ Und so weiter. Nach diesem Brief beschloss man, eine neue Pfarrkirche unten im Dorf zu erbauen. Deswegen gründete sich im Jahre 1841 der Verein für die Erbauung einer katholischen Pfarrkirche in Bieber. Ohne diesen gäbe es vermutlich unsere Kirche heute nicht. Es traten viele Leute in den Verein ein, unter anderem Dr. Cassebeer. Doch leider verstarb dieser im Jahre 1850. Außerdem wurden noch der Gemeinderat Johannes Beck, Schullehrer Auer aus Roßbach, Rentmeister Both, Adam Rieth, Johannes und Johannes Wenzel aus Lanzingen, Johann Georg Grob, Karl Jahn und Jakob Grob in den Verein aufgenommen. Man kaufte von Spenden einen Bauplatz auf der Sommerseite von Bieber. Später schreibt man zu dem erworbenen Bauplatz folgendes: „Die zu erbauende neue Kirche erhält ihre Stelle auf der Sommerseite von Bieber. Das Gebäude wird in einem einfachen, aber edlen Stil aufgeführt. Sie soll im neogotischen Stil errichtet werden. Bei der Erwerbung des Platzes wird sogleich Rücksicht auf ein daneben zu erbauendes Pfarr- und Schulhaus, nebst Garten und Schulbaumschule genommen.“
Zur Finanzierung der Pfarrkirche kommen die kurfürstliche Regierung und das bischöfliche Domkapitel in Betracht. Doch die kurfürstliche Regierung lehnte es ab, die Kirche zum Teil zu finanzieren. Das bischöfliche Domkapitel willigte ein und versprach, einen Teil zum Kirchenbau dazu zu geben. Doch ein halbes Jahr später zog sich das Domkapitel unerklärlicherweise zurück. Man schrieb einen weiteren Brief an das Domkapitel, dieser blieb dort nicht ohne Wirkung. Endlich bekam man Geld vom Domkapitel und sogar die kurfürstliche Regierung wollte den Altar, die Kanzel, die Orgel, die Glocken und weitere Kircheneinrichtungen bezahlen. Am 9. Dezember 1847 genehmigte der Bischof das Brechen und Abfahren der Sandsteine aus verschiedenen Steinbrüchen in Bieber.
Der Hofbaudirektor Ruhl erstellt 1841 den ersten Entwurf der katholischen Pfarrkirche. Er schrieb an den Verein für die Erbauung einer neuen kath. Pfarrkirche: „Den Grundriss beleuchtend, zeigte derselbe im Mittelschiff des vorgeschriebenen Raums von 5000 Quadratfuß und würde demnach groß genug seien, um etwa 800- 1000 Kirchgängern Platz zu bieten. Die Seitenpfeiler geben dem Raum den einigermaßen erforderlichen Schmuck, welcher nicht wohl aus mehrfachen Gründen entbehrt werden kann. Der Chor enthält hinreichend Raum, um den größten Altar aufzunehmen und für die beiden Eingänge zu den Sakristeien ist Platz gegeben. Die äußere Hauptfassade wird durch zwei Türme begrenzt, welches aus dem Grunde geschehen ist, weil nur die Wahl blieb, entweder den Turm vor den mittleren Eingang oder an die Seitenfassade zu erbauen. Ich schlage daher ergebenst vor, zwei Türme der Fassade zu geben.“
Erst wollte man das Geschriebene umsetzten, doch das Angebot von Hofbaudirektor Ruhl wurde dann doch nicht in die Tat umgesetzt. Daraufhin erstellt der Auszubildende Architekt Hoffmann aus Allendorf auf Bitte des Vereins, einen zweiten Entwurf.
Der Verein der neuen Pfarrkirche schrieb: Im Jahre des Heiles 1852, am 14. Juli um 3 Uhr nachmittags, wurde in Bieber der Grundstein zur neuen Pfarrkirche gelegt. Der Grundstein wurde von Adolph Beck aus Bieber gelegt.


Niklas Grob

Die Pfarrkirche Mariae Geburt von außen. Bild: Niklas Grob
Die Pfarrkirche Mariae Geburt von außen. Bild: Niklas Grob

Der Innenraum (Pfarrkirche)

Früher, vor ungefähr hundert Jahren, sah der Innenraum unserer Pfarrkirche ganz anders aus als heute. Ein großer Hochaltar samt Tabernakel, der viele Verzierungen und Blattgold besaß, schmückte den Innenraum. Dieser war ungefähr so hoch wie zu den drei kleinen Fenstern. Auch waren ein paar Gemälde an der Decke und die Wände wurden von gemalten Blumensträußen geschmückt. In der Ecke neben der Kanzel, standen auf beiden Seiten sehr schöne kleine Altäre, die ebenfalls verziert waren. In den 50er Jahren bekam dann die Kirche innen eine neue Gestalt. Die ganzen Gemälde an den Wänden wurden überstrichen und die drei kleinen Fenster im Chor wurden zugemauert. Dafür wurde an den heutigen „Himmel“ eine riesige Jesusfigur gemalt. Alle Altäre wurden durch triste Steinblöcke ersetzt. Über diesen wurden Teppiche aufgehängt, wo Bilder darauf genäht waren. Doch das Ganze wurde in den 80ern noch übertroffen, die große Jesusfigur überstrich man einfach und die drei kleinen Fenster im Chor legte man wieder frei, damit es heller in der Kirche wurde. Die beiden Steinaltäre wurden abgebaut, der Innenraum wurde in einem tristen Weiß gestrichen. Wir bedauern es sehr, dass diese sehr schönen Gemälde samt Altären einfach entfernt wurden, mit diesen würde unsere Kirche bestimmt noch viel schöner sein. Im Zeitraum von 1994 bis 1999 wurde die Kirche von innen neu angestrichen. Aber man muss ja auch loben. Zum Beispiel sind unsere Kirchenfenster einmalig schön. Diese wurden im Laufe der Zeit angeschafft, gefertigt sind sie von der Firma Wilhelm Derix aus Taunusstein. Sie sind alle mundgeblasen und malerisch behandelt. Im Chor sieht man z. B. auf dem linken Fenster das Bußsakrament, rechts wird das Altarsakrament dargestellt.

Der Innenraum Ende des 19. Jahrhunderts. Gut zu erkennen ist der große Hochaltar und die vielen Malereien und Stauren an den Wänden. Repro: Niklas Grob
Der Innenraum Ende des 19. Jahrhunderts. Gut zu erkennen ist der große Hochaltar und die vielen Malereien und Stauren an den Wänden. Repro: Niklas Grob
Der Innenraum im Jahre 1954. Gut zu erkennen sind die gewebten Teppiche an den Wänden und die große Jesusfigur in der Apsis. Repro: Niklas Grob
Der Innenraum im Jahre 1954. Gut zu erkennen sind die gewebten Teppiche an den Wänden und die große Jesusfigur in der Apsis. Repro: Niklas Grob
Der Innenraum heute. Die Wände sind in schlichtem Weiß gestrichen und der ganze Zierrat von damals wurde entfernt. Gut zu erkennen ist gas große Jesuskreuz, dass in den 70er Jahren aufgehangen wurde. Bild: Niklas Grob
Der Innenraum heute. Die Wände sind in schlichtem Weiß gestrichen und der ganze Zierrat von damals wurde entfernt. Gut zu erkennen ist gas große Jesuskreuz, dass in den 70er Jahren aufgehangen wurde. Bild: Niklas Grob

Bücherei-Öffnungszeiten

Mittwoch 17:00-18:00Uhr

Sonntag 11:00-11:30Uhr.

Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten während der Schulferien.

UFO gelandet?

Pfarrkirche in Bieber

Pfarrkirche, katholische Schule und Lehrerwohnung um 1935
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Pfarrkirche, Pfarrheim und Pfarrhaus 2013
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Pfarrkirche Mariae Geburt
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